AOL Time Warner Mehr als 2000 Mitarbeiter müssen gehen
New York - "Lassen Sie uns die Gelegenheit nutzen und sicherstellen, dass das Unternehmen so schlank und zielorientiert wie möglich läuft", sagte einer der Geschäftsführer von AOL, Robert Pittman. Er kündigte an, dass die ersten Pläne die Entlassung von 2025 Mitarbeitern vorsehe. Zusammen mit den 400 Stellen, die bei der AOL-Tochter CNN gestrichen wurden, wird AOL Time Warner damit etwa drei Prozent der rund 84.000 Mitarbeiter auf die Straße setzen.
Den größten Teil des Stellenabbaus muss der Internetbereich verkraften. So wurden bei AOL 725 Arbeitsplätze gestrichen, was rund fünf Prozent der Belegschaft entspricht. Als Grund nannte Pittmann die Integration von Onlineangeboten und Computersystemen. Ähnlich ergeht es der Internetdivision der Warner Bros. Filmstudios. Hier fallen etwas 100 Arbeitsplätze der Fusion zum Opfer.
Von massiven Stellenstreichungen sind außerdem die Warner Music Group, das Magazin "Time" und New Line Cinema betroffen.
Zu den bisher bekannten Kürzungen könnten noch weitere 3800 Stellen hinzukommen. Der "New York Times" zufolge wird über die Schließung aller 130 Geschäfte nachgedacht, in denen bisher exklusiv die Produkte von Warner Brothers verkauft werden.
Eine weitere Wirkung der Fusion wird sich bei nahezu allen Mitarbeitern des Konzerns bemerkbar machen. Der feste Anteil ihrer Bezüge wird zu Gunsten einer stärkeren Beteiligung am Unternehmen zurückgefahren. Details des neuen Aktienoptionsprogramms wurden bisher nicht bekannt.