Apple Computer Rote Zahlen, neues Spielzeug
Cupertino/San Francisco - Für das abgelaufene vierte Quartal konnte Apple zwar einen Gewinn von 66 Millionen Dollar verbuchen. Im Gesamtjahr 2000/2001 muss das Unternehmen jedoch ein Minus von 25 Millionen Dollar ausweisen. Im Vorjahr hatte der Produzent des legendären "Mac" noch einen Gewinn von 786 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Umsatz brach gegenüber 1999/2000 um mehr als 30 Prozent ein. Trotz der schlechten Zahlen lag das Unternehmen über den - mehrfach gesenkten - Erwartungen der Analysten.
Jobs: Weitere Apple-Shops sind geplant
Trotzdem will der Mac-Hersteller weiter kräftig investieren. Apple-Chef Steve Jobs sprach von einem Jahr der Herausforderung für das Unternehmen und die Gesamtbranche. Apple habe im Schulbereich Marktanteile gewonnen und das Mac-OS-X-Betriebssystem eingeführt. Jobs will bis zum Jahresende 25 Apple-Geschäfte in den USA eröffnen. Das Unternehmen hatte im vergangenen Herbst seinen ersten Shop eingeweiht.
Apple steigt wieder in den PDA-Markt ein
In San Francisco kündigte ein Apple-Sprecher gestern eine "revolutionäre digitale Vorrichtung" an, die das Unternehmen am kommenden Dienstag der Öffentlichkeit präsentieren will. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" soll es sich bei dem Produkt um einen Personal Data Assistant (PDA) handeln, der über Organizer- sowie Musikfunktionen verfügt.
Das neue Produkt soll nicht unter dem Namen "Mac" vermarktet werden. Dies wäre Apples zweiter Versuch, im Organizer-Geschäft Fuß zu fassen. Vor einigen Jahren war das Unternehmen mit dem Kleincomputer "Newton" gescheitert. Vermutlich will Apple mit der Ankündigung seinem Konkurrenten Microsoft die Show stehlen. Der Softwarekonzern aus Seattle stellt am Donnerstag kommender Woche sein neues Betriebssystem "Windows XP" vor.