Arbeitgeber: Hundt greift Regierung scharf an - DER SPIEGEL
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Arbeitgeber Hundt greift Regierung scharf an

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat bei der Bundesregierung dringende Reformen angemahnt. Täglich gingen Arbeitsplätze nach Osteuropa verloren, sagte Hundt der "Süddeutschen Zeitung". Eine Senkung der Lohnzusatzkosten sei zwingend erforderlich.
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München - Das im Koalitionsvertrag vorgegebene Ziel von weniger als 40 Prozent sei sehr bescheiden und keinesfalls ausreichend, kritisierte Hundt. Die angekündigte Mehrwertsteuererhöhung entlaste die Beitragslast durch die Sozialversicherungen nicht. Wenn die Regierung behaupte, dies werde durch die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer erreicht, erzähle sie "Ammenmärchen". "Wir haben das genau nachgerechnet".

Minister beider großer Parteien reagierten auf kritische Äußerungen aus der Wirtschaft "etwas dünnhäutig", bemängelte Hundt. Er lasse sich davon aber nicht beirren, weil er den Standort Deutschland in großer Gefahr sehe. Er spreche für die überwiegende Zahl der Unternehmen in Deutschland.

Der Arbeitgeberpräsident beklagte, dass Unternehmen und Unternehmer in Deutschland einen Ansehensverlust erlitten hätten. Schwarze Schafe gebe es überall, der überwiegende Teil der Manager aber sei hoch anständig. Leider werde das in der Öffentlichkeit nicht ausreichend honoriert, auch wegen der Skandale dieses Jahres.