Arbeitsamts-Chef Gerster "Noch keine Trendwende"
Nürnberg - Die Talsohle sei noch lange nicht erreicht, sagte Gerster bei der Vorstellung der Arbeitslosenzahlen im März. Die Arbeitslosigkeit werde in Deutschland nach den Worten des neuen Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit erst in der zweiten Jahreshälfte deutlich zurückgehen. Bis zu den Sommerferien werde die Zahl der Arbeitslosen "in sechsstelliger Höhe" abnehmen, prognostiziert Gerster. Im März sei die Arbeitslosigkeit noch nicht Teil des Aufschwungs gewesen. Der Rückgang sei vielmehr eine Folge der Umsetzung des Job-Aqtiv-Gesetzes der Bundesregierung.
Die Arbeitslosenquote ist erstmals seit Dezember 2000 wieder gesunken: von 10,4 Prozent im Februar auf 10,0 Prozent. Damit waren nach unbereinigten Zahlen 4,156 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, und damit 140.000 weniger als im Februar.
Im Jahresschnitt bleibt der neue Chef der Bundesanstalt für Arbeit bei der Prognose von 3,9 Millionen Arbeitslosen. Das Bundeskabinett werde noch im April turnusgemäß neue Berechnungen anstellen. Sollten sich diese gegenüber den früheren Prognosen verändern, werde auch die Bundesanstalt möglicherweise ihre Zahlen überdenken.