Arbeitslosenzahlen: Bundesagentur bestätigt die tristen Schätzungen - DER SPIEGEL
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Arbeitslosenzahlen Bundesagentur bestätigt die tristen Schätzungen

Gestern hatten Fachleute triste Zahlen vorausgesagt, heute hat sie die Bundesagentur für Arbeit geliefert. Dank der Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit zwar leicht zurückgegangen. Zusätzliche Arbeitsplätze, die auf einen Aufschwung zurückzuführen sind, lassen aber weiterhin auf sich warten.
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Nürnberg - Insgesamt ging die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im April um 104.100 auf 4.443.400 zurück. Das waren 53.300 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 10,7 Prozent zurück. Der Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres ist in diesem Jahr jedoch nicht so ganz unumstritten. Denn 80.000 Teilnehmer so genannter Trainingsmaßnahmen erscheinen seit Jahresanfang nicht mehr in der Statistik. Rechnet man diese zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen hinzu, würde die Zahl der Erwerbslosen bei rund 4,51 Millionen liegen - der höchste April-Wert seit der deutschen Einheit.

Saisonbereinigt gehen Ökonomen von einem Anstieg zwischen 15.000 und 20.000 aus. "Im Allgemeinen ist die Wirtschaft noch zu schwach, um neue Arbeitsplätze zu schaffen", kommentierte Bernd Weidensteiner von der DZ-Bank in Frankfurt am Main die Lage. "Es wird wohl noch einige Monate dauern, bis von dem erwarteten Konjunkturaufschwung auch der Arbeitsmarkt profitiert." Diese Einschätzung teilt auch sein Kollege Stephan Bielmeier von der Deutschen Bank: "Von dem derzeitigen Umfeld ist noch kein Rückenwind für den Arbeitsmarkt zu erwarten."

Im März war die Zahl der Arbeitslosen um 93.600 auf 4,547 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr hatte es 62.200 weniger Arbeitslose gegeben. Die Arbeitslosenquote war um 0,2 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent gesunken. Saisonbereinigt stieg die Erwerbslosenzahl im März um 44.000 auf 4,344 Millionen. In Westdeutschland war die Zahl der Erwerbslosen im März um 74.000 auf 2,871 Millionen gesunken. Die Quote lag bei 8,7 Prozent. In Ostdeutschland war sie binnen Monatsfrist um 19.600 auf 1,676 Millionen zurückgegangen. Die Quote lag damit bei 19,2 Prozent.