Arbeitslosigkeit: Experten rechnen nicht mit Besserung - DER SPIEGEL
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Arbeitslosigkeit Experten rechnen nicht mit Besserung

Die Zahl der Arbeitslosen bleibt Experten zufolge weiter deutlich über Vorjahresniveau. Auch 2004 wird sich die Lage nicht nennenswert bessern, so ihre Prognose.
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Hamburg - Die Arbeitslosigkeit werde im September bei 4,22 Millionen liegen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeit. Gegenüber September 2002 wäre dies ein Plus von rund 280.000.

Damit hätte die Arbeitslosigkeit den höchsten September-Stand seit sechs Jahren erreicht. Die offiziellen Zahlen veröffentlicht die Nürnberger Bundesanstalt am Donnerstag kommender Woche.

Der Konjunkturexperte der HypoVereinsbank, Thomas Hueck, liegt mit seinen Schätzungen für September bei 4,23 Millionen Arbeitslosen. Seiner Meinung nach ist der Stellenabbau in der Wirtschaft weitgehend abgeschlossen. Der Anstieg im Winter werde deshalb voraussichtlich unter der Fünf-Millionen-Marke bleiben. Bis Februar rechnet Hueck mit 4,8 bis 4,9 Millionen Arbeitslosen.

Sein Kollege Andreas Rees erwartet, dass die Arbeitslosigkeit 2004 nicht verringert werden kann. Er verweist darauf, dass die Beschäftigungsschwelle, ab der neue Arbeitsplätze entstünden, bei einem Wirtschaftswachstum von etwa zwei Prozent liege. Im Aufschwung drängten aber nicht nur registrierte Arbeitslose, sondern auch Unbeschäftigte aus der stillen Reserve auf den Arbeitsmarkt. Damit Arbeitslosigkeit reduziert werde, sei ein Wirtschaftswachstum von 2,75 Prozent notwendig. "Beide Schwellen sind nicht in Reichweite", dämpft Rees die von der Regierung verbreitete Zuversicht. "Wenn wir ganz großes Glück haben und Super-Optimisten wie die Bundesregierung Recht haben, werden wir gerade mal die Schwelle bei zwei Prozent erreichen."