Arbeitsmarkt: Bayern will mehr Ein-Euro-Jobs - DER SPIEGEL
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Arbeitsmarkt Bayern will mehr Ein-Euro-Jobs

In der Diskussion um Niedriglohnzuschüsse hat sich Bayerns Sozialministerin Christa Stewens für eine Lockerung der Grenzen bei Ein-Euro-Jobs ausgesprochen. Diese sollen künftig nicht mehr auf gemeinnützige Tätigkeiten beschränkt bleiben.
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Düsseldorf - "Man sollte den Bereich der Ein-Euro-Jobs ausweiten", sagte Stewens dem "Handelsblatt". Statt der strengen Beschränkung auf gemeinnützige Tätigkeiten sollte künftig jede Arbeit, die im Interesse des Gemeinwohls sei, von Ein-Euro-Kräften ausgeübt werden können.

Vielfach müssten die Bürger ihre Straßen selber reinigen, sagte Stewens. "Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ALG-II-Empfänger diese Arbeiten übernehmen", fügte die CSU-Politikerin hinzu. Das seien oft Bereiche, aus denen sich die Kommunen zurückziehen und die Bürger aufrufen, das selbst zu machen. In diesen Bereichen bestehe auch keine Gefahr, dass sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängt würden.

Von einem solchen Schritt verspreche sie sich eine Senkung der Arbeitslosenzahlen "im sechsstelligen Bereich". Als Ein-Euro-Kräfte würden die Langzeitarbeitslosen "wieder an eine Tagesstruktur herangeführt werden mit acht Stunden Arbeit". Dann hätten sie "ganz andere Möglichkeiten, wieder einen normalen Job zu bekommen".

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