Arbeitsmarkt: Bundesagentur sieht Osten vor Abwärtsspirale - DER SPIEGEL
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Arbeitsmarkt Bundesagentur sieht Osten vor Abwärtsspirale

Düstere Zeiten für den Arbeitsmarkt im Osten Deutschlands prophezeit die Bundesagentur für Arbeit. Den neuen Bundesländern drohe eine "Abwärtsspirale", die nur durch Zuwanderung aufgehalten werden könne.
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Berlin/Nürnberg - Die Arbeitsmarktlage im Osten Deutschlands wird sich nach Ansicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) weiter verschlechtern. "Vieles deutet darauf hin, dass dem Osten in den kommenden Jahren eine Abwärtsspirale droht", sagte die Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Nürnberger Arbeitsmarktbehörde, Jutta Allmendinger, der Zeitung "Die Welt". Den neuen Bundesländern stehe am Arbeitsmarkt eine dramatische Entwicklung bevor. "Die Nachfrage nach Arbeitskräften wird weiter sinken, die Zahl der Erwerbstätigen im Osten wird darum in den nächsten 15 Jahren noch einmal um eine Million zurückgehen", sagte Allmendinger.

Zudem sinke die Zahl der Ostdeutschen im erwerbsfähigen Alter in den kommenden Jahrzehnten um über 50 Prozent auf rund 4,5 Millionen. "Beide Entwicklungen werden die ohnehin kriselnde Wirtschaft in den neuen Bundesländern spürbar schwächen. Wenn nämlich nicht genügend Produzenten und Verbraucher vorhanden sind, kann keine wirtschaftliche Dynamik entstehen", sagte Allmendinger weiter. Nur Zuwanderung könne das Problem mildern. "Neben einem Abflauen der Fortzüge in den Westen bedarf es auch mehr Zuzügen von Ausländern", so die IAB-Direktorin.

phw/AFP