Arbeitsmarkt: Frauen erobern Spitzenjobs - DER SPIEGEL
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Arbeitsmarkt Frauen erobern Spitzenjobs

Ingenieure, Physiker oder Chemiker: Frauen holen in anspruchsvollen Berufen immer stärker auf. Das geht aus einer Studie des Forschungsinstituts IAB hervor. Trotz des Fortschritts sei es aber noch ein weiter Weg bis zur Gleichberechtigung.
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Nürnberg - In der Schule und im Studium haben sie schon lange die besseren Noten - jetzt erobern Frauen auch die Berufswelt. So sei der Frauenanteil etwa unter Naturwissenschaftlern in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten von 20 auf 30 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die am Dienstag veröffentlicht wurde. Von allen angestellten Biologen, Geologen und Meteorologen seien inzwischen 40 Prozent Frauen - und damit zwölf Prozentpunkte mehr als 1994.

Ärztin in der Berliner Charite:

Ärztin in der Berliner Charite:

Foto: ddp

Auch unter den Zahn- und Tierärzten seien immer mehr Frauen vertreten: Ihr Anteil habe sich von 53 Prozent beziehungsweise 43 Prozent auf jeweils 66 Prozent erhöht, erklärte IAB-Autor Wolfgang Biersack am Dienstag. Bei den Geisteswissenschaftlern legte die Frauenquote von 39 auf 51 Prozent und bei den Journalisten von 37 auf 45 Prozent zu. Auch arbeiten vermehrt Frauen als Ingenieurin - auch wenn der Beruf noch immer eine absolute Männerdomäne ist. Während der Frauenanteil bei den Architekten immerhin auf ein Viertel stieg, liegt er bei den Fahrzeugingenieuren nun gerade einmal bei knapp sechs Prozent.

Laut IAB arbeiteten zugleich immer weniger Frauen in klassischen Männerberufen: Waren 1994 noch 16 Prozent aller Waldarbeiter weiblich, schrumpfte dieser Teil bis heute auf fünf Prozent. Bei den Bauhilfsarbeitern ging er von sieben auf zwei Prozent zurück.

"Die bessere Schul- und Ausbildung von Frauen schlägt sich zunehmend in einer besseren Positionierung auf dem Arbeitsmarkt nieder", schreiben Biersack und Co-Autorin Britta Matthes. Eine Gleichberechtigung der Geschlechter sei allerdings noch immer in weiter Ferne. So seien Ingenieurinnen doppelt so häufig arbeitslos wie ihre männlichen Kollegen. Auch seien die Aufstiegschancen und die Verdienstmöglichkeiten noch immer deutlich niedriger als bei den Männern.

yes/AP/AFP/dpa

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