Arbeitsmarkt: Job-Floater erweist sich als Flop - DER SPIEGEL
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Arbeitsmarkt Job-Floater erweist sich als Flop

Von dem Förderprogramm "Kapital für Arbeit" der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau - auch bekannt als "Job-Floater" - hat sich die Bundesregierung 50.000 neue Jobs versprochen. Die Erwartungen sind nur zu einem Bruchteil erfüllt worden.
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Berlin/Wiesbaden - Wie die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf die aktuelle Bilanz für 2003 berichtet, entstanden dank des Programms im gesamten Bundesgebiet nur knapp 11.000 Arbeitsplätze. Dafür sagte die KfW Kredite in Höhe von rund 764 Millionen Euro zu. Eine Sprecherin der KfW betonte, angesichts der Wachstumsschwäche sei die Bank mit den Ergebnissen dennoch sehr zufrieden.

Das Förderprogramm geht auf Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarkts zurück. Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement, Finanzminister Hans Eichel (beide SPD) und KfW-Chef Hans Reich hatten es zum 1. November 2002 gestartet.

Im Rahmen des Programms erhalten Mittelständler und Freiberufler verbilligte Darlehen von bis zu 100.000 Euro, sofern sie Erwerbslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte einstellen. Seit März 2003 wird auch die Bereitstellung neuer Ausbildungsplätze gefördert. Insgesamt konnten auf diese Weise bisher rund 1030 Lehrstellen geschaffen werden.

Verloren gegangen sind dagegen im abgelaufenen Jahr so viele Arbeitsplätze, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Im Jahresdurchschnitt 2003 gingen rund 38,3 Millionen Menschen einer Erwerbstätigkeit nach, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Das waren 392.000 Personen oder ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bereits 2002 war die Erwerbstätigkeit erstmals seit 1997 gesunken. Einen stärkeren Rückgang der Arbeitsplätze gab es zuletzt 1993, als die Beschäftigung um 1,4 Prozent oder 513.000 gesunken war.

Arbeitnehmer waren im Gegensatz zu Selbstständigen besonders häufig von dem Rückgang der Beschäftigung betroffen. Die meisten Arbeitsplätze gingen in Industrie und Bau verloren. Erstmals seit der Wiedervereinigung ging auch die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungssektor zurück.