Arbeitsmarkt: Reformpläne kosten 50 Milliarden Euro - DER SPIEGEL
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Arbeitsmarkt Reformpläne kosten 50 Milliarden Euro

Hier Mehrausgaben beim Arbeitslosengeld, dort eine Senkung der Versicherungsbeiträge: Die Arbeitsmarktpläne der Großen Koalition kosten Milliarden. Laut "Handelsblatt" könnten die Reformen den Überschuss der Bundesagentur für Arbeit aufzehren.
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Düsseldorf - Nach internen Berechnungen der Regierung belaufen sich die Kosten sämtlicher Maßnahmen auf knapp 50 Milliarden Euro bis zum Jahr 2011, schreibt das "Handelsblatt". Dies gehe aus einer Übersicht zur Finanzprognose für die Bundesagentur für Arbeit hervor, die der Zeitung vorliege.

Die Bundesagentur selbst rechne bis zum Jahr 2011 mit einem kumulierten Überschuss von rund 55 Milliarden Euro, davon seien jedoch bereits sechs Milliarden Euro für künftige Pensionsverpflichtungen und als Konjunkturrücklage verplant. Nach den regierungsinternen Berechnungen drohe deshalb der Haushalt der Arbeitsagentur trotz der stabilen Konjunkturaussichten wieder ins Minus zu rutschen.

Verantwortlich für diese negative Entwicklung sind laut dem internen Papier vor allem die geplanten Instrumente zur aktiven Arbeitsmarktpolitik. Gegenüber der bisherigen Finanzplanung der Bundesagentur verursachten die Änderungen beim Eingliederungszuschuss, die längere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für Ältere, der Ausbildungsbonus sowie der Erwerbstätigenzuschuss zusätzliche Belastungen von 6,4 Milliarden Euro jährlich.

Hinzu komme die geplante Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags von derzeit 4,2 auf 3,5 Prozent zu Beginn des kommenden Jahres mit weiteren 5,3 Milliarden Euro. Unterm Strich drohe dem Haushalt der Bundesagentur bis 2010 ein Defizit, erst in 2011 weist das Budget nach den Berechnungen wieder einen Gewinn auf.

wal/dpa-AFX