Arbeitsmarkt und Einzelhandel US-Wirtschaft stabilisiert sich
Washington/ New York - In den USA verdichten sich die Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft. Die US-Einzelhändler machten im Mai erstmals seit drei Monaten wieder mehr Umsatz. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Einzelhandelsumsätze um 0,5 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte.
Neu gefertigte Chevrolet und Saturn: Stabile wirtschaftliche Lage
Foto: REUTERSBeflügelt wurde der Einzelhandelsumsatz von der stärkeren Nachfrage nach Benzin und anderen Treibstoffen. Ohne die Tankstellen-Umsätze lag das Plus nur bei 0,2 Prozent.
Die anziehende Nachfrage wirkt sich auch auf den Ölpreis aus. Am Donnerstag kletterte er erstmals in diesem Jahr über die Marke von 72 Dollar. Händler begründeten die abermaligen Preissteigerungen mit der Zuversicht der Investoren über eine Stabilisierung der globalen Konjunktur im Jahresverlauf. Zusätzlich seien die Ölpreise von überraschend schwachen Lagerdaten aus den USA beflügelt worden, hieß es am Markt. Analysten warnten zugleich aber vor zu hohem Optimismus, denn die steigenden Spritpreise könnten die zaghaften Anzeichen einer Erholung zunichte machen.
Auch auf dem Arbeitsmarkt scheint sich die Lage zu stabilisieren. Das Arbeitsministerium teilte mit, dass bereits das vierte Mal in Folge weniger Menschen erstmalig einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt hätten: In der vergangenen Woche waren es 601.000 Personen, das sind 24.000 weniger als in der Woche zuvor und so wenige wie zuletzt Mitte Januar. Das weckte bei Experten die Hoffnung, dass der private Konsum sich im laufenden Quartal stabilisieren könnte.
Der Arbeitsmarkt und der Einzelhandelsumsatz gelten als wichtige Indikatoren für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt.