Arbeitsmarkt: Union drängt auf Einführung des Kombilohns - DER SPIEGEL
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Arbeitsmarkt Union drängt auf Einführung des Kombilohns

Die Einführung eines Kombilohns halten Arbeitsmarktexperten der CDU für den besten Weg, um die Chancen für Niedrig-Qualifizierte zu verbessern. Schon in den nächsten sechs Monaten wollen sie das Modell einführen. Zuvor muss noch die SPD überzeugt werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit sei es wichtig, im ersten Halbjahr 2006 ein entsprechendes Modell zu verabschieden, sagte der designierte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla der "Bild"-Zeitung. "Wir haben in Deutschland genug Arbeit, aber häufig reicht der Verdienst aus dieser Arbeit allein zum Leben nicht aus." Deshalb müsse der Staat einen Zuschuss zu Niedriglöhnen zahlen.

Nach Pofallas Worten geht es vor allem um Arbeitslose, die mehr als ein Jahr ohne Beschäftigung und schwer vermittelbar sind. "Wir wollen diesen Schwächsten der Schwachen auf dem Arbeitsmarkt helfen." Wenn sich die SPD nicht bewege, könne die Große Koalition auch die Massenarbeitslosigkeit nicht erfolgreich bekämpfen.

SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering hatte jüngst im Bundestag angekündigt, die Koalition werde im Frühjahr die Fragen Kombilohn, Entsendegesetz und Mindestlöhne erörtern. Die Meinungsbildung dazu sei aber noch nicht abgeschlossen.

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