Arbeitsmarktreformen Hundt fordert weniger Kündigungsschutz
Braunschweig - In einem Gastbeitrag für die "Braunschweiger Zeitung" verlangte Hundt, die Wartezeit vor Inkrafttreten des Kündigungsschutzes von sechs Monate auf drei Jahre zu erhöhen. Darüber hinaus dürfe die Regelung erst für Betriebe ab 20 Mitarbeitern greifen.
Nach Angaben des Arbeitgeberpräsidenten wagen es vor allem kleine und mittlere Betriebe kaum noch, in guten Zeiten neue Mitarbeiter einzustellen. Sie befürchteten, die Mitarbeiterzahl in Krisensituationen nicht reduzieren zu können. "Die Gefahr, dass ein kleiner Betrieb dann plötzlich mehr Mitarbeiter hat, als er bezahlen kann, lässt ihn Einstellungsentscheidungen immer wieder hinausschieben", erklärte Hundt.
Der Leiter des IG-Metall-Bezirks Niedersachsen, Hartmut Meine, wies diese Forderungen umgehend zurück. "Das Kündigungsschutzgesetz ist kein Gesetz gegen Kündigungen, sondern gegen sozial ungerechtfertigte Kündigungen", erklärte der Gewerkschafter in derselben Zeitung. Schon heute hätten Arbeitgeber vielfältige Möglichkeiten des flexiblen Personaleinsatzes, etwa Befristungen oder den Einsatz von Leiharbeitskräften.