Arbeitsplatzabbau Lufthansa streicht 2000 Jobs
Frankfurt am Main - Am stärksten sei von dem Arbeitsplatzabbau die Catering-Tochter LGS Sky Chefs betroffen, wo 1000 Stellen wegfallen sollen, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstagabend und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Der Betriebsratsvorsitzende des Lufthansa-Konzerns, Manfred Calsow, hatte die Streichung in der am Freitag erscheinenden Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat" angekündigt
Auf betriebsbedingte Kündigungen wolle die Lufthansa jedoch verzichten, sagte der Lufthansa-Sprecher. Der Abbau solle über die natürliche Fluktuation stattfinden, frei werdende Stellen sollen nicht wieder besetzt werden. Einen genauen Zeitplan gebe es nicht. Die Fluggesellschaft beschäftigt weltweit etwa 90.000 Angestellte.
Betriebsrats-Chef Calsow will laut dem "FAZ"-Bericht noch im Oktober mit dem Konzernvorstand über die Auswirkungen der geplanten Neustrukturierung der Lufthansa sprechen. "Ich glaube, dass wir sehr viel bewegen können, wenn wir über Flexibilität nachdenken, sowohl was die Arbeitszeit als was auch die Arbeitsorganisation angeht. Hier können wir noch viel tun", sagte Calsow dem "Lufthanseat".
Die Lufthansa leidet unter anderem unter den Folgen der Lungenkrankheit Sars. Im zweiten Quartal 2003 hatte die Fluglinie jedoch vor allem dank harter Sparmaßnahmen überraschend einen operativen Gewinn von 65 Millionen Euro eingeflogen. Unter dem Strich stand im Konzern angesichts der anhaltenden Krise in der Luftverkehrsbranche aber ein zweistelliger Millionenverlust. Im Gesamtjahr rechnet die Fluggesellschaft nicht mit einem operativen Gewinn, weil die Buchungszahlen keine deutliche Verbesserung für die zweite Jahreshälfte erwarten ließen.