Arcor: Vodafone erzwingt Stellen-Abbau - DER SPIEGEL
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Arcor Vodafone erzwingt Stellen-Abbau

Sinkende Tarife und Probleme beim Zugang zum Ortsnetz machen dem Telekom-Konkurrenten Arcor schwer zu schaffen. Nun drängt die britische Mutter Vodafone die Deutschen zum Sparen, auch beim Personal. Offenbar ist jede neunte Stelle bedroht.
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Eschborn - Der Betriebsrat ist besorgt: Nach mehreren Gesprächen mit dem Management habe er einen Abbau von rund 1000 der insgesamt 8900 Stellen als realistisch bezeichnet, berichtet das "Handelsblatt". Diese Jobs könnten dem Bericht zufolge im kommenden Jahr wegfallen. Angeblich machen die Briten von Vodafone, die ohnehin eher auf das Geschäft mit dem Mobilfunk spezialisiert sind, Druck auf die deutsche Festnetz-Tochter.

Ein Sprecher des Telekommunikationsunternehmen bestätigte, dass Arcor den Abbau von Personal erwäge, um Kosten zu reduzieren. Nicht bestätigen wollte er allerdings, dass es sich um 1000 Stellen handeln wird. Der Specher gestand aber ein, dass der Umsatz sich im kommenden Jahr schlechter als geplant entwickeln werde.

Arcor bestätigte aber, dass 60 Mitarbeiter der Richtfunk-Tochter Arctel (Frankfurt/Main) wegen Betriebsauflösung eine Kündigung bekommen haben. Zudem haben die 520 Otelo-Beschäftigten ein Abfindungsangebot erhalten. "Wir gehen davon aus, das ein Großteil dieser Mitarbeiter das Angebot annehmen wird", sagte der Sprecher. Die Marke Otelo war zum 1. November eingestellt worden. Der Arcor-Sprecher verwies bei den Sparplänen auf das schwierige Wettbewerbsumfeld. Der Einstieg in das Ortsnetz-Geschäft werde von der Telekom erschwert, sagte er.