Asien-Aktien Heiße Spekulation in China
In China findet zurzeit die aggressivste Börsenspekulation statt. Der Aktienindex für so genannte B-Aktien stieg seit 28. Februar um über 100 Prozent. Denn die chinesische Regierung hatte erstmals einheimischen Anlegern erlaubt, die 114 bisher ausländischen Investoren vorbehaltenen Aktien an den Börsen von Shenzhen und Schanghai zu kaufen.
Die dort notierten Firmen gelten unter Analysten als nicht besonders attraktiv, ihre Bilanzen als wenig aussagekräftig; zudem holen sich auch einige dubiose Firmen Geld an der Börse. Doch die Liquidität treibt die Kurse. Vor allem einheimische Investoren setzten auf den Nachholeffekt, nachdem der deutlich liquidere Markt für A-Aktien im Jahr 2000 schon 51 Prozent zugelegt hatte.
Ausländern, die vom China-Boom profitieren wollen, werden die H-Aktien aus Hongkong empfohlen. Unternehmen wie China Mobile, die größte chinesische Mobilfunkgesellschaft, oder China Petroleum planen zusätzliche Notierungen in Schanghai oder Shenzhen. Sie hoffen mit einigem Recht darauf, dass die aktienhungrigen Chinesen ihnen billig Kapital für ihre Expansionspläne zur Verfügung stellen. Das sollte auch ihren Aktienkursen in Hongkong helfen.