Asien Weltgrößte Stahlallianz geplant
Tokio - Die beiden größten Stahlkonzerne der Welt wollen ihre Auslandsstrategien künftig aufeinander abstimmen sowie Gemeinschaftsunternehmen gründen, berichtete die japanische Finanzzeitung "Nihon Keizai Shimbun" am Montag. Der harte globale Wettbewerb zwinge die beiden Stahlkonzerne zum Schulterschluss, hieß es.
Ziel sei es, wettbewerbsfähiger bei der Zulieferung an Kfz-Hersteller, Werften und Hersteller von elektrischen Maschinen zu werden. In Südostasien wolle man Stahlplatten gemeinsam herstellen und vertreiben und auch bei der Beschaffung von Rohstoffen, dem Onlineverkauf von Stahlprodukten sowie der Erforschung neuer Produktionstechnologien in Zukunft zusammenarbeiten, hieß es weiter.
Ein Sprecher bei Nippon Steel in Tokio sagte zu dem Bericht, es sei nichts entschieden. Der Zeitung zufolge sind die Verhandlungen bereits in der Schlussphase.
Beide Stahlriesen erwägten zudem, die 1998 freiwillig vereinbarte Höchstgrenze für eine Überkreuzbeteiligung von derzeit einem Prozent auf drei Prozent anzuheben. Pohang, die Nummer eins der Welt, und Nippon Steel kamen dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr zusammen auf eine Produktionskapazität von mehr als 50 Millionen Tonnen Rohstahl bei einem Weltmarktanteil von rund sieben Prozent. Dieses erlaube ihnen, Einfluss auf die Preise zu nehmen.