Aufschwung in Osteuropa - DER SPIEGEL
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BÖRSEN Aufschwung in Osteuropa

• aus DER SPIEGEL 42/2002
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Die Börsen in Osteuropa haben sich seit Anfang des Jahres deutlich besser als die westlichen Finanzmärkte entwickelt. Unbestrittener Star mit einem Plus von 30 Prozent war die Moskauer Börse. Hier sind etliche Öl- und Gasproduzenten notiert, die von den hohen Weltmarktpreisen profitieren. Doch auch die Aktienmärkte in vielen anderen osteuropäischen Ländern florierten, obwohl Ausländer hier mit Nettoverkäufen von rund 700 Millionen Euro allein im ersten Halbjahr massiv Geld abzogen. Die Börsen in Polen, Tschechien oder Ungarn werden in der nächsten Zeit von jener Phantasie profitieren, die der in der vergangenen Woche empfohlene Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004 auslöst. In den südeuropäischen Ländern war es vor dem EU-Beitritt zu einer ähnlichen Aufholjagd gekommen. Jens Nordvig-Rasmussen von Goldman Sachs rechnet damit, dass ein Aufwertungspotenzial von 40 bis 60 Prozent im Vergleich zu den immer noch deutlich teureren westeuropäischen Börsen existiert. Das Bruttosozialprodukt der Beitrittskandidaten werde mit vier bis sechs Prozent pro Jahr deutlich stärker wachsen als in den alten EU-Ländern. Hinzu kommt der Aufbau eines kapitalgedeckten Pensionssystems in Ländern wie Polen oder Ungarn, das schon jetzt dafür sorgt, dass erhebliche Summen in einheimische Werte investiert werden.

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