Ausbildungsplatzabgabe Die meisten Betriebe wollen sich freikaufen
Düsseldorf - In ihrer monatlich wiederkehrenden repräsentativen Befragung deutscher Top-Manager hatten das "Handelsblatt" und die Unternehmensberatung Droege & Comp 804 Manager befragt. Das Ergebnis war eindeutig. Rund 76 Prozent der Personalverantwortlichen, deren Betriebe die Ausbildungsquote derzeit nicht erfüllen, wollen die Ausbildungsplatzabgabe bezahlen, statt mehr Ausbildungsplätze einzurichten. Nur 13 Prozent wollen dagegen mehr Lehrlingsstellen schaffen.
Als Hauptgrund für den Verzicht auf Ausbildungsplätze sei fehlender Bedarf an Personal genannt worden, berichtete das "Handelsblatt". Als weitere Gründe seien die fehlende Qualifikation der Lehrstellenbewerber und zu hohe Kosten für die Ausbildung genannt worden.
Dem Zeitungsbericht zufolge wird gut die Hälfte (57 Prozent) der deutschen Unternehmen ab 100 Beschäftigten von der Ausbildungsplatzabgabe betroffen sein. Nach eigenen Angaben würden sie die im Gesetzentwurf vorgesehene Mindest-Ausbildungsquote von sieben Prozent unterschreiten. Bei 29 Prozent der Befragten liegt die Quote höher, weitere neun Prozent erfüllen sie genau.