Ausfallzeiten Krankenstand nimmt weiter ab
Berlin - Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) teilte heute in Berlin mit, dass von Januar bis November 2005 die Krankheitszeiten auf 11,5 Kalendertage schrumpften. Im Vorjahreszeitraum fehlten die Beschäftigten im Schnitt 11,9 Tage, 2003 lag der Wert noch bei 13,5 Tage.
Die Beschäftigten sind immer häufiger für kurze Zeit krank. Die Zahl der Kurzzeiterkrankungen bis zu drei Tagen nahm seit 2000 um vier Prozent auf 36 Prozent zu. Leicht gestiegen auf 43 Prozent ist zudem seit 2003 die Zahl der Beschäftigten, die sich im gesamten Jahr überhaupt nicht krank gemeldet haben.
Die meisten Ausfallzeiten verursachten 2005 aber immer noch langwierige Erkrankungen über sechs Wochen. Laut der Erhebung von 2004 werden bei Tumorerkrankungen besonders lange Krankenzeiten verursacht. Psychische Störungen schlugen mit 29 Tagen zu Buche. Sie sind überhaupt die einzige Krankheitsart mit steigendem Krankenstand.
Der BKK Bundesverband mit seinen 6,97 Millionen Sozialversicherten erfasst nach eigenen Angaben die gesundheitlichen Befunde jedes vierten Beschäftigten in Deutschland.