Ausgetrickst: Liberty steigt bei Kirchs Premiere ein - DER SPIEGEL
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Ausgetrickst Liberty steigt bei Kirchs Premiere ein

Das US-Medienunternehmen Liberty Media hat bereits am vergangenen Freitag beim Bundeskartellamt den Kauf einer Beteiligung am Kirch-Bezahlfernsehsender Premiere World zur Prüfung angemeldet. Noch kürzlich hatte Liberty-Chef John Malone erklärt, ihm sei einer gütlichen Einigung mit Kirch gelegen.
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München - Ein Kartellamts-Sprecher habe die Anmeldung von Liberty Media am Donnerstag bestätigt, meldet die "Frankfurt Allgemeine Zeitung" (FAZ). Liberty will die Premiere-Anteile des australischen Medienunternehmers Rupert Murdoch übernehmen, der aus dem deutschen Pay-TV-Kanal aussteigen will. Murdochs News Corporation ist über ihre Tochter BSkyB mit 22 Prozent an Premiere World beteiligt.

Libertys Vorstandsvorsitzender Malone hatte laut "FAZ" zuvor gesagt, sein Unternehmen ziehe eine vertragliche Vereinbarung mit Premiere World einer Beteiligung vor. Bei der Münchner KirchGruppe habe das widersprüchliche Verhalten Libertys für Unmut gesorgt. Die Anmeldung sei "hinter dem Rücken Kirchs" erfolgt, zitiert die "FAZ" den Münchner Medienkonzern.

Liberty hat unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden bereits rund 60 Prozent des Kabelnetzes der Deutschen Telekom   für 5,5 Milliarden Euro gekauft. Auch hier prüft das Kartellamt die Zulässigkeit.

Kirch hat Milliarden in das Bezahlfernsehen investiert. Premiere World macht noch immer hohe Verluste. Die Zahl der Abonnenten liegt jüngsten Angaben zufolge derzeit bei 2,4 Millionen und damit unter früheren Langfristplanungen.