Australische Ruhr - DER SPIEGEL
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Australische Ruhr

• aus DER SPIEGEL 3/1973
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Westdeutschlands Antipoden schwärmen von einer australischen Ruhr. »Wir haben hier eine der reichsten Schatzkammern der Welt«, frohlockte unlängst ein Sprecher des Rheem (Australia)-Ltd.-Konzerns. »In ein paar Jahren können sie ein Ruhrgebiet der südlichen Erdhalbkugel sein. Gemeint ist das Gebiet längs der Nordwestküste Australiens. Es birgt noch nahezu unermeßliche Eisen- und Uranerzlager. Um sie zu erschließen, könnte das große Naturgasfeld des Northwest Shelf ausgebeutet werden, das der Küste zwischen Port Hedland und Broome vorgelagert ist. Dort könnten nach Expertenmeinung 340 Millionen Kubikmeter, möglicherweise aber sogar bis zu 2,8 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr zur Energieversorgung eines gewaltigen Industriereviers gefördert werden. Geschätzte Entwicklungskosten: etwa sieben Milliarden US-Dollar. Allein im Gebiet um Pilbara planen die Australier zwei Großanlagen zur Erzaufbereitung und Verhüttung, ein petrochemisches Kombinat, eine Uranaufbereitungsanlage mit einer Jahreskapazität von 7000 Tonnen angereicherten Urans sowie mehrere Aluminium- und Ätzkalifabriken.

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