Auszeichnung: Amerikaner Phelps gewinnt Nobelpreis für Wirtschaft - DER SPIEGEL
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Auszeichnung Amerikaner Phelps gewinnt Nobelpreis für Wirtschaft

Der Nobelpreis für Wirtschaft geht in diesem Jahr erneut an einen Amerikaner - Edmund Phelps von der Columbia University in New York. Er galt seit vielen Jahren als Anwärter auf die Auszeichnung.
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Stockholm - Die schwedische Wissenschaftsakademie teilte ihre Entscheidung am frühen Nachmittag mit. Der 73-jährige Professor bekomme die Auszeichnung für seine Analyse makroökonomischer Zusammenhänge, hieß es.

Phelps habe "unser Verständnis über die Zusammenhänge zwischen kurzfristiger und langfristiger Wirtschaftspolitik vertieft", hieß es in der Begründung der Verleihung. So habe er unter anderem untersucht, wie sich Ziele wie schnelles Wachstum, niedrige Inflation und Vollbeschäftigung miteinander vereinbaren lassen.

"Die Politik ist hier stets mit Zielkonflikten konfrontiert", heißt es weiter in der Mitteilung der Akademie. Phelps habe untersucht, wie man eine optimale Balance zwischen dem Wohlstand der heutigen und dem kommender Generationen finde.

Der Volkswirt gilt zudem als Pionier bei der Erforschung von Humankapital und untersuchte, wie sich Innovationen und neue Technologien ausbreiten.

Der Nobelpreis für Wirtschaft ist umstritten, weil er nicht wie die anderen fünf Nobelpreise auf das Testament des schwedischen Ingenieurs und Fabrikanten Alfred Nobel (1833-1896) zurückgeht. So heißt die Auszeichnung offiziell "Preis der schwedischen Reichsbank zum Andenken an Alfred Nobel". Daher nennt die Stiftung den Preis auch offiziell nicht Nobelpreis, sondern lediglich "Wirtschaftspreis".

Der Preis ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert. Im Jahr 1969 war die Auszeichnung zum ersten Mal verliehen worden - seitdem ist sie an 57 männliche Ökonomen gegangen. 43 von ihnen sind oder waren US-Bürger.

itz/dpa/AP