Auto-Branche: Die China-Projekte von Daimler und BMW - DER SPIEGEL
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Auto-Branche Die China-Projekte von Daimler und BMW

Im "Ruhrgebiet Chinas" geht die Hoffnung um, dass sich bald deutsche Auto-Bauer ansiedeln, um Motoren und Pkw zu bauen. Die Gespräche zwischen DaimlerChrysler stehen angeblich kurz vor dem Durchbruch. Schon zum Jahresende könnten auch BMW "Made in China" vom Band rollen.
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Stuttgart - Bereits seit drei Jahren werde in der Provinz Liaoning über ein Joint Venture zwischen DaimlerChrysler und Chinas größtem Nutzfahrzeughersteller FAW verhandelt, berichtet das "Handelsblatt". Jetzt könnte ein Durchbruch bevorstehen.

Bei dem geplanten Joint Venture geht es um die gemeinsame Produktion von Motoren. FAW gehört zu den weltgrößten Herstellern von Lastwagen über sechs Tonnen. Dem "Handelsblatt" zufolge ist die Zuversicht auf chinesischer Seite groß - größer als bei den Deutschen. Aus der DaimlerChrysler-Zentrale in Stuttgart seien eher verhaltene Töne zu vernehmen, heißt es. Das Blatt zitiert einen DaimlerChrysler-Sprecher, wonach in den kommenden Monaten nichts geplant sei. Es gebe zwar weiterhin Gespräche, von einem Durchbruch könne jedoch keine Rede sein.

BMW ist da schon etwas weiter. Laut "Handelsblatt" haben die Münchner bereits im vergangenen Jahr einen Projektantrag für ein Joint Venture bei den chinesischen Behörden vorgelegt. Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Minibushersteller Brilliance solle bis zum Frühjahr von beiden Seiten genehmigt sein, so ein Mitglied der Provinzregierung von Liaoning. Doch auch hier sind die Deutschen offenbar skeptischer. "Es gibt keinen neuen Stand", zitiert das "Handelsblatt" einen BMW-Sprecher. Bei den Verhandlungen geht es um eine Jahresproduktion von 8000 Autos der 3er-Serie und 10.000 Wagen der 5er-Reihe. Im Umfeld des Gouverneurs der Provinz geht man dem Bericht zufolge davon aus, dass der Joint-venture-Vertrag im März unterschrieben werden könne.

Am weitesten fortgeschritten ist inzwischen das Joint Venture zwischen den beiden Stahlherstellern ThyssenKrupp und Angang New Steel. Das neue Werk nehme Konturen an, heißt es. Es soll in den kommenden Jahren rund 400.000 Tonnen Stahl pro Jahr für die Autoindustrie liefern. Der Kreditvertrag ist laut "Handelsblatt" bereits mit der Bank of China geschlossen, jetzt stehe nur noch die Genehmigung durch Chinas Handelsministerium aus.