Auto-Poker Finanzinvestoren buhlen um Chrysler
New York - Die Private-Equity-Firmen Cerberus, Blackstone und Centerbridge Partners LP gelten laut "Wall Street Journal" als Favoriten für eine mögliche Übernahme. Vertreter aller drei Unternehmen hätten sich letzte Woche mit der Chrysler-Geschäftsführung getroffen, berichtet das Blatt unter Berufung auf gut informierte Kreise.
DaimlerChrysler rechne mit ersten Angeboten bis Ende März und möchte den Aktionären auf der Jahreshauptversammlung am 4. April einen kleinen Kreis von Interessenten präsentieren, so das Blatt weiter. Noch vergangene Woche hatte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche erklärt, dass Chrysler möglicherweise auch im Gesamtkonzern verbleiben könne.
Als vierter Interessent gilt der kanadische Autozulieferer Magna International , der zumindest an Teilen von Chrysler interessiert sein soll. Zetsche hatte eine Zerschlagung der Marke jedoch ausgeschlossen. Um Chrysler komplett zu kaufen, fehlt Magna allerdings momentan die Liquidität; angeblich sieht sich das Unternehmen deshalb nach möglichen Geldgebern aus der Private-Equity-Branche um.
Über die Zukunft von Chrysler wird seit Wochen spekuliert. Angesichts der hohen Verluste des US-Autobauers hatte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche Mitte Februar den Verkauf der Marke angedeutet. Eine Übernahme durch den US-Konkurrenten General Motors , die zunächst wahrscheinlich erschien, wird nach Angaben des "WSJ" immer unwahrscheinlicher.
joh/Reuters