Autobahngebühr: Bund kassiert 1,4 Maut-Milliarden - DER SPIEGEL
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Autobahngebühr Bund kassiert 1,4 Maut-Milliarden

Nach schwierigem Start scheint die Lkw-Maut nunmehr wie gewünscht zu funktionieren. Die Einnahmen haben sich im ersten Halbjahr planmäßig entwickelt. Auch die Zahl der Gebührenpreller ist laut einem Pressebericht niedriger als erwartet.
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Berlin - Von Januar bis Ende Juni seien knapp 1,4 Milliarden Euro in die Bundeskasse geflossen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Berufung auf Verkehrsexperten. Die exakten Zahlen und eine Bilanz über das erste halbe Betriebsjahr will Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) heute vorlegen.

Das bisherige Mautaufkommen lässt damit den Schluss zu, dass die vom Bund fest einkalkulierten Jahreseinnahmen erreicht werden könnten. Den Plänen zufolge soll die Maut 2005 insgesamt drei Milliarden Euro in die Staatskassen spülen.

Der verkehrsreiche Juni sei mit etwa 254 Millionen Euro der bislang einnahmestärkste Monat seit dem Mautstart im Januar gewesen, erfuhr die "SZ" aus dem Verkehrsministerium. Damit lägen die Juni-Mauterlöse um 17 Millionen Euro über den Planzahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen.

Weniger Mautpreller

Die Zahl der Mautpreller unter den Lkw-Fahrern ist dabei offenbar geringer als bislang angenommen. Wie die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf Kreise des Bundesverkehrsministeriums berichtet, haben weniger als zwei Prozent in den ersten fünf Monaten dieses Jahres keine Gebühr gezahlt. Bislang war von einer Mautprellerquote von unter drei Prozent ausgegangen worden.

Wie die Zeitung weiter schreibt, gebe es auch nachts keine signifikante Zunahme von Maut-Prellereien. Zusätzliche nächtliche Kontrollen in den Monaten April und Mai hätten ergeben, dass die Quote der Beanstandungen auf dem Niveau der anderen Tageszeiten liege. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung hatte der Zeitung zufolge bemängelt, dass es vor allem in der Nacht eine hohe Schwarzfahrerquote gebe. Dieser Verdacht sei durch die zusätzlichen Kontrollen ausgeräumt worden.