Autobauer BMW-Umsätze über den Markterwartungen
München - Wie BMW heute in München mitteilte, erhöhten sich die Erlöse im vergangenen Jahr gegenüber 2004 um 5,2 Prozent auf 46,7 Milliarden Euro. Damit fiel die Zunahme zwar geringer aus als im Vorjahr. Da hatte der Autobauer seine Umsätze um 6,8 Prozent gesteigert. Dennoch lag BMW über den Analystenschätzungen von einem Wachstum um 4,3 Prozent. Mit über 1,3 Millionen verkauften Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce steigerte der Konzern seinen Absatz um 9,9 Prozent.
Beim Ergebnis für das zurückliegende Jahr stellte BMW-Chef Helmut Panke das Erreichen des Vorjahresniveaus in Aussicht. "Die bereits am Jahresanfang angekündigten Belastungen durch Währungseffekte, hohe Rohstoffpreise und einen intensiven Wettbewerb konnten durch den gestiegenen Absatz und interne Effizienzverbesserungen zu großen Teilen ausgeglichen werden", sagte er. Genaue Ergebniszahlen soll der Geschäftsbericht Mitte März liefern. 2004 hatte BMW einen Überschuss von 2,2 Milliarden Euro erzielt.
Für 2006 gab sich der Vorstandsvorsitzende optimistisch. "Wir streben an, beim Absatz weiter zuzulegen und in diesem Jahr erneut einen Spitzenwert zu erreichen", erklärt Panke. Genaue Zahlen nannte er allerdings nicht.
Die BMW-Aktie reagierte mit einem Kursplus auf die Werte. Die Titel stiegen am Vormittag um bis zu 3,48 Prozent auf 37,20 Euro. Der Dax legte zeitgleich 0,97 Prozent auf 5386,02 Zähler zu.
"Die Zahlen entsprechen in etwa unseren Prognosen", sagte Fabian Kania von Helaba Trust. Analyst Robert Heberger von Merck Fink & Co. beließ seine Empfehlung bei "Hold". Zwar hätte BMW beim Umsatz, getrieben insbesondere durch das vierte Quartal, stärker zugelegt, als er erwartet hatte. Für die Prognose für das Gesamtjahr spiele aber die Kostenseite mit Währungseffekten und Rohstoffpreisen eine wichtigere Rolle. Hier halte sich BMW sehr vage, so dass Heberger eher von flachen Gewinnen ausgeht.