Autobauer Renault verteidigt Spitzenposition in Europa
Paris - Renault hat den Bruttogewinn um eine Milliarde auf 2,4 Milliarden Euro erhöht. Das Nettoergebnis stieg um 43 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, erklärte das Unternehmen. Der gesamte Autoabsatz der Marke wuchs um 4,2 Prozent auf 2,49 Millionen Euro und einen weltweiten Marktanteil von 4,1 Prozent.
Renault verteidigte damit die Spitzenposition in Westeuropa. Der Konzern blieb nach eigenen Angaben die führende Einzelmarke in Westeuropa, obwohl er eine auf höhere Rentabilität gerichtete Verkaufspolitik betrieben habe. 1,8 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeugen hätten einen Europa-Marktanteil von 10,8 Prozent gebracht.
Renault übertraf mit dem Nettoergebnis die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten mit 3,06 Milliarden Euro netto gerechnet. Auch der Gewinnbeitrag des japanischen Partners Nissan habe das Ergebnis angetrieben, hieß es. Die Allianz beider Autounternehmen kam 2004 auf einen weltweiten Absatz von rund 5,78 Millionen Fahrzeugen nach 5,36 Millionen im Vorjahr. Ihr Weltmarktanteil stieg laut eigenen Angaben von 9,3 auf 9,6 Prozent. Damit rückte die Renault-Nissan-Allianz bei den Verkäufen auf Rang vier der internationalen Autokonzerne vor.
In Deutschland kam Renault trotz Verkaufseinbußen von fast 20 Prozent im vergangenen Jahr auf 204.344 Pkw-Neuzulassungen und blieb damit stärkste Importmarke. Ihr bundesweiter Marktanteil sank aber von 6,3 Prozent im Vorjahr auf fünf Prozent.
Für 2005 sieht der Konzern keine nennenswerte Belebung am europäischen Automobilmarkt. Für die anderen Weltmärkte rechnet er jedoch zumeist mit einem leichten Aufschwung. Renault will davon mit einer erneuerten Modellpalette profitieren. Dazu beitragen sollen nicht nur die Mégane-Familie und neue leichte Nutzfahrzeuge, sondern auch der Pkw Modus in seinem ersten vollen Verkaufsjahr und der in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommende neue Clio. Renault erwartet allerdings steigende Ergebnisbelastungen durch höhere Rohstoffpreise.