Autobauer: Volkswagen forciert Stellenabbau - DER SPIEGEL
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Autobauer Volkswagen forciert Stellenabbau

Volkswagen nennt Details zum bevorstehenden Abbau von Arbeitsplätzen im Unternehmen. Demnach will Europas größter Autokonzern Überkapazitäten reduzieren und seinen Mitarbeitern Aufhebungsvertrag und Vorruhestandsregelungen anbieten.
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Wolfsburg - "Trotz steigender Absatzzahlen hat der Volkswagen-Konzern weiterhin erhebliche Überkapazitäten und wird deshalb seine Anstrengungen zum Abbau von Personal verstärken", kündigte Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder im Rahmen einer Betriebsversammlung im Stammwerk Wolfsburg an.

Der Konzern setzt dabei auf Instrumente wie Vorruhestand durch Altersteilzeit. "Vorgesehen ist die Ausdehnung auf den Jahrgang 1951, bei Bedarf auch auf den Jahrgang 1952", sagte Pischetsrieder. Darüber hinaus werde individuell ein Aufhebungsvertrag angeboten. Diese Maßnahmen gelten für Mitarbeiter in allen Bereichen, auch für Führungskräfte.

Nach SPIEGEL-Informationen stehen bei Europas größtem Autobauer 10.000 der 103.000 Stellen in Deutschland auf dem Spiel. Im einstigen Vorzeigekonzern für kreative Arbeitszeitmodelle wie die Vier-Tage-Woche hatte schon vergangene Woche Markenvorstand Wolfgang Bernhard mit einem Ultimatum an die Belegschaft für Wirbel gesorgt. Bernhard forderte, dass beim geplanten Golf-Geländewagen die Arbeitnehmer niedrigere Löhne akzeptieren sollten - andernfalls gehe das Projekt ins billige Portugal.

Pischetsrieder sagte in der Rede zur Betriebsversammlung dazu: "Mit einer Entscheidung, den kompakten Geländewagen in Wolfsburg zu bauen, könnten rund 1000 Arbeitsplätze gesichert werden." Dies wäre eine wichtige Entscheidung für den Standort. Sie ändere aber nichts daran, dass Volkswagen an den deutschen Standorten, insbesondere in Wolfsburg, einen Personalüberhang in einer Größenordnung von mehreren tausend Mitarbeitern habe.

Experte: Werk in Brüssel schließen

Volkswagen sollte nach Ansicht des Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer sein Werk in Brüssel schließen und Arbeitskosten senken. In einer heute veröffentlichten Analyse kommt Dudenhöffer zu dem Schluss, dass die Aufgabe des Standortes Brüssel wesentlich zum Abbau von Überkapazitäten beitragen würde. Zudem müssten die Arbeitskosten in den westdeutschen VW-Werken verringert werden, um neue Fahrzeuge wie den Golf-Geländewagen in Wolfsburg wettbewerbsfähig zu produzieren. Dudenhöffer errechnet für die Marke VW eine Überkapazität von einer Million Fahrzeugen pro Jahr.

An seiner Prognose hält Volkswagen   fest. Der Konzern geht weiterhin davon aus, dass sich - wie bereits kommuniziert - sowohl das operative Ergebnis nach Sondereinflüssen des Jahres 2005 sowie das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr verbessern werden.

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