Autobauer VW plant Ende der Nachtschicht
Wolfsburg - Nach Angaben aus Verhandlungskreisen könnte es dabei auch zur Wiedereinführung der Fünf-Tage-Woche mit sechs Stunden täglicher Arbeitszeit kommen. "Dieser Vorschlag ist derzeit Verhandlungssache", hieß es.
Vor allem durch den Wegfall von Zuschlägen für Nachtschichten will Volkswagen mit dem neuen Arbeitszeitmodell rund 70 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Verhandlungen der Unternehmensführung mit dem Betriebsrat über eine 3-Tage-Woche und einen 10-Stunden-Tag waren zuvor bereits gescheitert. Der Konzern will das neue Arbeitszeitmodell möglichst zum Start des neuen Modelljahres, das nach dem Ende der Werksferien Mitte August beginnt, umsetzen.
Eine VW-Konzernsprecherin wollte sich gegenüber SPIEGEL ONLINE mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen nicht äußern. Bislang gilt für das Gros der VW-Werker eine Vier-Tage-Woche. Die Arbeitszeit ist dabei aufgeteilt in drei Schichten, wobei die Nachtschicht von 22.30 bis 6.30 dauert.
Das neue Arbeitszeitmodell ist Teil der Anstrengungen bei Volkswagen, eine Ergebnisverbesserung von über vier Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren zu erzielen. Wegen der schwachen Ertragslage visiert Vorstandschef Bernd Pischetsrieder inzwischen offenbar höhere Einsparungen an als bisher angekündigt. Die nötigen Leistungssteigerungen und Einsparungen seien größer als die geplanten, sagte er vorige Woche.