Autobauer VW will 1,3 Milliarden Euro sparen
Wolfsburg/Hannover - "Das Kostengerüst für den Bau des kompakten Geländewagens wird zum Vorbild für alle neuen VW-Modelle", sagte Reinhard Jung, im VW-Markenvorstand für Produktion zuständig, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Insgesamt will Jung die Produktionskosten bis 2008 um 1,3 Milliarden Euro senken.
Volkswagen forciert derzeit an seinen deutschen Standorten den Sparkurs. "Trotz steigender Absatzzahlen hat der Volkswagen-Konzern weiterhin erhebliche Überkapazitäten und wird deshalb seine Anstrengungen zum Abbau von Personal verstärken", hatte Konzernchef Bernd Pischetsrieder im Rahmen einer Betriebsversammlung im Stammwerk Wolfsburg am Montag angekündigt.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff stärkte Pischetsrieder bei seinem Kurs des Stellenabbaus den Rücken: "Das Unternehmen ist auf einem guten Weg", sagte Wulff, der auch Mitglied des VW-Aufsichtsrats ist, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" laut Vorabbericht.
Wulff wollte nach Angaben des Blattes aber nicht ausdrücklich auf die geplanten Maßnahmen zum Personalabbau eingehen. Das operative Geschäft sei Sache des Vorstands, hieß es. Wulff sei der Ansicht, dass es oberste Priorität habe, die Position von Volkswagen im härter werdenden internationalen Wettbewerb zu verbessern. Nur so könne man auf Dauer auch VW-Arbeitsplätze in Niedersachsen sichern.