Autohersteller: Volkswagen will in Indien wachsen - DER SPIEGEL
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Autohersteller Volkswagen will in Indien wachsen

Volkswagen spielt in Indien nur eine kleine Rolle - der Anteil des deutschen Herstellers am dortigen Automarkt liegt unter einem Prozent. Das soll sich in den kommenden fünf Jahren ändern. Der Wolfsburger Konzern will nun die Eröffnung eines neuen Werks vorziehen.
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Hamburg - Volkswagen   will in Indien seinen Marktanteil massiv ausbauen: In den nächsten fünf Jahren solle der Anteil an dem schnell wachsenden Markt von derzeit unter einem auf zehn Prozent steigen, sagte Jörg Müller, Präsident der Volkswagen-Gruppe in Indien, dem "Handelsblatt". "Wir wollen im Volumensegment schnell vorankommen."

Deshalb ziehe der Konzern die Eröffnung seines neuen Werks in Pune, im Bundesstaat Maharashtra, um ein halbes Jahr auf Anfang 2009 vor. Auch Daimler   hat sein indisches Hauptquartier in der Metropole und baut dort gerade sein zweites Werk. Zudem haben die größten Automobilzulieferer des Landes ihren Sitz in Pune. VW-Konzerntochter Audi   fertigt seit Ende 2007 im Skoda-Werk in Aurangabad, das ebenfalls in Maharashtra liegt. BMW   eröffnete im vergangenen Jahr ein Werk in Chennai (früher Madras) im Südosten des Landes.

VW ist in Indien bislang kaum aktiv. Der deutsche Hersteller bietet dort vor allem größere Modelle wie Passat, Jetta und Touareg an. Am besten verkauft sich noch der Kleinwagen Fabia der Konzerntochter Skoda, dessen Absatz sich in diesem Jahr auf 20.000 Stück verdoppeln soll.

Jetzt will sich das Unternehmen in Indien auf kleinere Modelle konzentrieren. In Pune, etwa 200 Kilometer südöstlich des Finanzzentrums Mumbai (früher Bombay), entsteht derzeit eine neue Fabrik, in der neben dem Fabia eine abgespeckte Version des Kleinwagens VW Polo vom Band laufen wird. Später soll dort voraussichtlich auch ein neuer Kleinstwagen für Schwellenländer produziert werden.

Den indischen Automarkt beherrschen indische Hersteller wie Tata   und Hindustan Motors mit seinem Modell Ambassador. Unter den ausländischen Herstellern sind vor allem der japanische Suzuki-Konzern   und Hyundai   aus Korea stark vertreten.

kaz/dpa