Autokonzern Markenvorstand Bernhard verlässt VW
Wolfsburg - Der Chef der Markengruppe Volkswagen , Wolfgang Bernhard, verlässt den größten Autokonzern Europas. Wie VW heute im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg mitteilte, trenne man sich "im gegenseitigen Einvernehmen". Bernhard gehe zum Ende dieses Monats. Seine Position werde in Personalunion von Konzernchef Martin Winterkorn mit übernommen, hieß es.
In der Mitteilung von Volkswagen hieß es, das Unternehmen danke "Dr. Bernhard für seine Arbeit in den zurückliegenden Jahren und wünscht ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute". Winterkorn habe demnach betont, "dass Bernhard die Restrukturierung des Unternehmens weiter voran gebracht und damit die Produktivität der Marke Volkswagen erhöht habe".
Über Bernhards Abgang war bereits seit Wochen spekuliert worden. Er war vom damaligen Konzernlenker Bernd Pischetsrieder im Mai 2005 als Sanierer von DaimlerChrysler zu VW geholt worden. Als Hintergrund für das Ausscheiden Bernhards aus dem Konzern wird vermutet, dass der neue Vorstandschef Winterkorn im Zuge der Umstrukturierung dessen Kompetenzen beschneiden wollte. Bernhard hatte zuvor durchblicken lassen, das Unternehmen zu verlassen, falls sein Aufgabenbereich im Zuge von strukturellen Veränderungen beschnitten werden sollte.
Nach dem Willen Winterkorns soll eine Einheit aus Audi , Bentley, Bugatti und Lamborghini und eine Gruppe für das Massengeschäft mit den Marken VW, Seat und Skoda geschaffen werden. Bisher ist das Pkw-Geschäft in die Markengruppen Volkswagen und Audi aufgeteilt. Bernhard zeichnete für die Geschäfte der Marke Volkswagen verantwortlich.
kaz/tim/dpa/Reuters/AFP