Autokonzern VW-Chef Pischetsrieder tritt ab
VW steckt in einer tiefgreifenden Sanierung und hat dabei tausende Stellen im Inland zur Disposition gestellt. Der Konzern ist außerdem in einen Übernahmestreit um den schwedischen LKW-Hersteller Scania verwickelt, dessen Großaktionär VW ist.
Der Vertrag von Pischetsrieder war erst im Mai bis zum Jahr 2012 verlängert worden. Pischetsrieder hatte den Vorstandsvorsitz im April 2002 von Ferdinand Piech übernommen. Über die Bestellung von Winterkorn soll der Aufsichtsrat in seiner nächsten turnusmäßigen Sitzung am 17. November entscheiden.
Winterkorn ist seit dem 1. März 2002 Audi-Vorstandschef. Der 59 Jahre alte Manager steht vor einer schweren Aufgabe, da die Marke VW in der Krise ist und mit einem tiefgreifenden Sanierungsprogramm wieder flott gemacht werden soll.
Volkswagen-Aktien haben auf den überraschenden Rückzug mit einer leichten Ausweitung ihrer Gewinne reagiert. Die Stammaktien legten auf dem Frankfurter Parkett bis 18.47 Uhr um 1,19 Prozent auf 81,50 Euro zu. Zuvor waren sie unmittelbar nach der Veröffentlichung bis auf 81,61 Euro geklettert. Kurz vor der Bekanntgabe hatten die Papiere bei 81,35 Euro notiert.
tim/dpa/Reuters/dpa-AFX