Autokonzerne VW reagiert auf Absatzkrise
Wolfsburg - Die Worte sind deutlich: "Wenn Kosten steigen und Erträge wegbrechen, ist eines klar: Jetzt ist noch mehr Disziplin bei Investitionen und laufenden Kosten gefragt", wird der Manager zitiert. Der Vorstand prüfe derzeit genau, welche Projekte wirklich notwendig seien. "Struktur- oder Kapazitätsinvestitionen stellen wir zunächst zurück", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" den VW-Chef
Dem Blatt zufolge entlässt Volkswagen wegen der Absatzflaute bis zu 25.000 Leiharbeiter. Das weist der Konzern gegenüber SPIEGEL ONLINE jedoch vehement zurück: "Das ist falsch, es sind deutlich weniger." Um dem sinkenden Absatz zu begegnen, fahre der Konzern zudem Sonderschichten zurück und baue zusätzliche Kapazitäten ab. Dennoch liege die Produktion nach wie vor bei 100 Prozent. "Wir verkaufen in diesem Jahr sogar noch mehr Autos als im Vorjahr", sagte der Sprecher.
VW-Chef Winterkorn zeigte sich der "FAZ" zufolge besorgt über die Heftigkeit des Konjunkturabschwungs: "So schlecht und unsicher waren die Aussichten schon lange nicht mehr." Die externen Rahmenbedingungen, die Marktentwicklung und Finanzmarktkrise bildeten eine gefährliche Mischung. 2009 werde ein sehr schwieriges Jahr für die Automobilindustrie und für den Volkswagen-Konzern.
cvk/AFP/ddp