Autokrise GM schließt vorübergehend 13 Werke
Washington - Wegen der extrem schwachen Nachfrage schickt der US-Autobauer General Motors (GM) Tausende Mitarbeiter in den Zwangsurlaub. Von Mai bis Juli würden 13 von 22 Werken in Nordamerika jeweils "für mehrere Wochen" geschlossen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Durch die Werkschließungen sollten 190.000 Autos weniger gebaut werden als bislang vorgesehen. Ziel sei es, "die Produktion mit der gegenwärtigen Nachfrage in Einklang zu bringen", hieß es in einer Erklärung. Der Mutterkonzern von Opel reagiert damit auf sinkende Nachfrage und wachsende Lagerbestände an unverkauften Autos.
Den Angaben zufolge sollen die Werke zu unterschiedlichen Zeiten schließen; wie lange die Auszeit dauere, hänge dann jeweils von der Entwicklung der Nachfrage und der Lagerbestände ab. Ende vergangenen Monats habe der Lagerbestand an unverkauften Fahrzeugen bei 767.000 Stück gelegen. Diese Zahl soll nach dem Willen des GM-Managements bis Ende Juli auf 525.000 sinken.
Am längsten schließt das Werk in Fort Wayne, wo der Chevrolet Silverado und der GMC Sierra Pick-up hergestellt werden. Zehn Wochen lang soll die Arbeit eingestellt werden. Normalerweise werden die Werke im Sommer für zwei Wochen geschlossen, um sie auf neue Modelle einzustellen.
General Motors hat bereits 13,4 Milliarden Dollar Staatshilfe bekommen und arbeitet derzeit im Auftrag der US-Regierung an einem Zukunftskonzept, auf dessen Grundlage über weitere Hilfen entschieden werden soll. US-Präsident Barack Obama hat dem Konzern dafür eine Frist bis Anfang Juni gesetzt.