Autokrise: Nissan verbucht Milliardenverlust - DER SPIEGEL
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Autokrise Nissan verbucht Milliardenverlust

Hiobsbotschaft aus Fernost: Der japanische Autobauer Nissan hat im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen geschrieben, der Konzernverlust betrug mehr als eine Milliarde Euro. Analysten hatten allerdings mit noch schlechteren Werten gerechnet.
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Tokio - Die Weltwirtschaftskrise verhagelt Nissan das Geschäft: Der japanische Autobauer hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 233,7 Milliarden Yen (umgerechnet 1,76 Milliarden Euro) verbucht. Das Minus lag allerdings unter den Schätzungen von Management und Analysten. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro erzielt.

Geschäftsführer Toshiyuki Shiga nannte am Dienstag bei der Vorlage der Bilanz drei Ursachen für den Verlust:

  1. die US-Finanzmarktkrise,
  2. den weltweiten Wirtschaftsabschwung und
  3. den starken Yen, der japanische Autos im Ausland teurer macht.

Für das laufende Geschäftsjahr zeichnete Nissan, das zu 44 Prozent dem französischen Autohersteller Renault   gehört, ebenfalls ein trübes Bild. Es werde mit einem operativen Verlust von umgerechnet 755 Millionen Euro gerechnet, erklärte der Konzern. Analysten gingen im Schnitt von einem mehr als doppelt so hohen Minus aus.

Nissan steht unter Druck, neue Modelle anzubieten, um mit den heimischen Konkurrenten Toyota   und Honda   konkurrieren zu können. Wegen der schwachen globalen Auto-Nachfrage mussten jedoch Entwicklungsprojekte gestoppt werden.

Carlos Ghosn, Chef von Nissan und Renault, sagte, es gebe zwar erste Anzeichen, dass das Vertrauen der Verbraucher zurückkehre und Banken wieder leichter Kredite vergeben würden. Das Jahr werde jedoch insgesamt schwierig. Zuvor hatte er eine engere Zusammenarbeit zur ersten Priorität erklärt, um im harten Wettbewerb bestehen zu können.

suc/Reuters/AP