Autokrise: Toyota-Gewinn bricht ein - DER SPIEGEL
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Autokrise Toyota-Gewinn bricht ein

Die Absatzkrise am Automarkt trifft auch Toyota mit voller Wucht: Der japanische Hersteller kassiert seine Gewinnprognose. Das Management spricht von einer nie dagewesene Situation für die Branche.
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Tokio - Toyota gerät in den Strudel der weltweiten Autokrise. Der Konzern rechnet für das bis März laufende Geschäftsjahr nur noch mit einem Gewinn von 550 Milliarden Yen (4,3 Milliarden Euro). Zuvor hatte Toyota noch mit einem Plus von 1,25 Billionen Yen kalkuliert. Es wäre der erste Gewinnrückgang seit neun Jahren für den japanischen Autobauer - im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent.

Toyota sprach von einer schweren Krise der globalen Autoindustrie. "Die Finanzkrise wirkt sich negativ auf die weltweite Realwirtschaft aus", erklärte Toyota-Vizechef Mitsuo Kinoshita. Die Automobilmärkte, vor allem in den Industrieländern, schrumpften schnell. "Das ist eine nie dagewesene Situation", fügte er hinzu.

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs verdiente der Konzern nur noch rund halb so viel wie im Vorjahreszeitraum. "Die negativen Ergebnisse sind größtenteils im starken Yen und dem Rückgang der Verkäufe angesichts der schwierigen Marktbedingungen in Europa und den USA begründet", sagte Kinoshita. Selbst in Nordamerika, wo die spritsparenden Modelle asiatischer Autobauer zuletzt recht erfolgreich waren, machte Toyota demnach ein Minus.

Die Börse in Tokio reagierte mit Kursverlusten auf die Korrektur. Toyota-Aktien brachen bereits vor der Gewinnwarnung in Befürchtung schwacher Zahlen um 10,4 Prozent ein. Davon wurden auch die Werte der Konkurrenten mit nach unten gezogen. Isuzu Motors, die selbst ihren Ausblick senkten und durch Analysten abgestuft wurden, verloren 20,7 Prozent. Honda-Titel gaben um 9,8 Prozent nach, für Nissan ging es um neun Prozent nach unten.

suc/AFP/dpa-AFX

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