Automarkt: Die Japaner kommen wieder - DER SPIEGEL
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Automarkt Die Japaner kommen wieder

DaimlerChrysler-Partner Mitsubishi und Ford-Partner Mazda konnten ihre Erträge kräftig steigern. Grund sind vor allem die niedrigen Yen-Kurse.
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Tokio - Mitsubishi ist eigenen Angaben zufolge im ersten Geschäftshalbjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der schwächere Yen, Kostensenkungen und solide Auslandsabsätze hätten die rückläufige Inlandsnachfrage wettgemacht, hieß es in einer Mitteilung des Autobauers, der zu 37 Prozent DaimlerChrysler gehört.

Das japanische Unternehmen gab für den Zeitraum von April bis September einen Nettogewinn von 6,64 Milliarden Yen (rund 55 Millionen Euro) bekannt. Für den Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 31,5 Milliarden Yen verbucht.

Mitsubishi geht von einer anhaltend starken Geschäftsentwicklung im wichtigen US-Markt aus und rechnet zugleich mit einer Trendwende zum Positiven auf dem heimischen Markt. Das Unternehmen rechnet daher nach eigenen Angaben damit, dass sich im Gesamtjahr 2002/2003 (per Ende März) der Nettogewinn auf 38 Milliarden Yen mehr als verdreifacht.

Auch Konkurrent Mazda legte im ersten Halbjahr kräftig zu und steigerte den Ertrag um mehr als 300 Prozent. Wie der Ford-Partner mitteilte, erhöhte sich der konsolidierte Nettogewinn in Folge von Kostensenkungen und des schwachen Außenwerts des Yen auf rund 5,6 Milliarden Yen. Das entspreche einem Zuwachs zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von 324,6 Prozent. Für das Gesamtgeschäftsjahr erwartet Mazda einen Nettogewinn von 26,5 Milliarden Yen (Vorjahr: 8,8 Milliarden Yen).

Schon Ende Oktober hatte der größte japanische Autokonzern Toyota für die erste Hälfte seines Geschäftsjahres ein Rekordergebnis gemeldet und für das Gesamtjahr den höchsten operativen Gewinn seiner Geschichte angekündigt. Mit 553,8 Milliarden Yen (4,58 Mrd. Euro) lag der Nettogewinn um schon zu diesem Zeitpunkt um 90,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die exportorientierten japanischen Autohersteller profitieren von niedrigen Yen-Kursen. Verliert die japanische Währung zum Dollar an Wert, können Japans Exporteure ihre Waren im internationalen Handel ohne Margeneinbußen günstiger anbieten als die Konkurrenz.