Automarkt Verkaufszahlen von General Motors brechen ein
Detroit - Die Zahlen kommen nicht unerwartet, dramatisch sind sie trotzdem: Der weltweite Absatz von General Motors (GM) brach im vergangenen Jahr angesichts der Krise am Automarkt um elf Prozent auf rund 8,35 Millionen Fahrzeuge ein. Das teilte die Opel-Mutter am Mittwoch in Detroit (Michigan) mit.
Die Opel-Mutter GM verkaufte 2008 rund 620.000 Fahrzeuge weniger als Toyota. Der verlustreiche Autobauer hat damit den Titel des weltgrößten Herstellers an den japanischen Rivalen Toyota verloren. Die Amerikaner müssen den Spitzenplatz erstmals nach 77 Jahren als Branchenführer räumen.
Toyota verkaufte im vergangenen Jahr insgesamt 8,972 Millionen Fahrzeuge. Allerdings sank damit auch bei den erfolgsverwöhnten Japanern der Absatz um rund vier Prozent. Der Toyota-Konzern hatte seine Zahlen bereits am Dienstag bekanntgegeben.
Zum Ende des vergangenen Jahres beschleunigte sich die Talfahrt bei GM nochmals: Im Schlussquartal 2008 fiel der weltweite Absatz sogar um 26 Prozent auf 1,7 Millionen Stück.
In Europa setzte GM rund um seine Kernmarken Opel/Vauxhall im vergangenen Jahr fast sieben Prozent weniger Autos ab - insgesamt waren es 2,04 Millionen Stück. Im vierten Quartal fielen die Verkaufszahlen hier um 21 Prozent auf rund 420.000 Wagen. Fast zwei Drittel seiner Autos verkaufte GM 2008 außerhalb der Vereinigten Staaten.