Automobil-Branche Porsche fährt allen davon
Stuttgart - Vorläufigen Zahlen zufolge erzielte der Stuttgarter Autobauer im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Vor-Steuer-Gewinn von rund 154 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Unternehmen vor der am Freitag beginnenden Hauptversammlung mit. Weil sich die Steuerquote auf Grund der Unternehmenssteuerreform ermäßigt, werde der Nach-Steuer-Gewinn mit rund 88 Millionen Euro den Vorjahreswert um 27 Prozent übertreffen.
Den vorläufigen Zahlen zufolge wird der Konzernumsatz um 6,3 Prozent auf rund 1,83 Milliarden Euro zunehmen. Porsche rechnet mit einem Absatz von rund 23.400 Fahrzeuge und setzt dabei auf den Modell-Mix aus 911 und Boxster. Aufs gesamte Geschäftsjahr gerechnet erwartet Porsche ein Vorsteuerergebnis zumindest auf Vorjahreshöhe.
Rekorddividende für die Aktionäre
Auf der Hauptversammlung an diesem Freitag geht es noch einmal um die hervorragenden Zahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres 2000/2001. Die Aktionäre erhalten eine Rekorddividende von 2,60 Euro je Vorzugsaktie und 2,54 Euro je Stammaktie. Die Hauptversammlung soll außerdem beschließen, dass Aktionärstreffen künftig nicht nur in Stuttgart, sondern auch in Sachsen stattfinden können. In Leipzig wird in diesem Spätsommer der neue Geländewagen Cayenne von den Bändern rollen.
Porsche-Chef Wendelin Wiedeking dürfte wie schon in den vorangegangenen Hauptversammlungen dank der guten Ergebnisse von harter Kritik der Aktionäre weitgehend verschont bleiben. Das Sagen bei Porsche haben ohnehin die beiden Familien Piëch und Porsche, die die stimmberechtigten Stammaktien halten. Porsche hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 (31. Juli) bei einem Umsatz von 4,44 Milliarden Euro einen Rekordgewinn von 592,4 Millionen Euro erzielt und gilt als profitabelster Autobauer der Welt.