Automobilzulieferer: Front gegen Chrysler - DER SPIEGEL
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Automobilzulieferer Front gegen Chrysler

Die deutschen Zulieferer wollen das neue Preisdiktat des Autobauers Chrysler nicht hinnehmen. Sie formieren sich zum Widerstand und stoppten offenbar bereits einige Lieferungen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Stein des Anstoßes ist die Forderungen des neuen Chrysler-Chefs Dieter Zetsche, in diesem Jahr fünf und im nächsten Jahr zehn Prozent weniger für zugelieferte Autoteile zahlen zu wollen. Unter Berufung auf betroffene Unternehmen berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", dass mehrere Lieferungen an Chrysler aus Protest unterbrochen wurden.

Die Zulieferer versuchen dem Bericht zufolge, sich mit Bündnissen gegen das Geschäftsgebaren des angeschlagenen US-Konzerns zu wehren. Sie wollen nicht akzeptieren, dass Chrysler in bestehende Verträge eingreift und bei neuen Aufträgen einfach die Preise kürzt. Einige Firmen haben sofort Belieferung eingestellt, um nicht indirekt in die einseitig reduzierten Preise einzuwilligen. Der Autohersteller habe dann Aufträge zu alten Konditionen erteilt.

Offenkundig scheint die Lage verfahren zu sein: "Die Verhandlungen mit Chrysler laufen. Es zeichnet sich bis jetzt keine Lösung ab," zitiert die Zeitung einen Continental-Sprecher. Neben Reifen liefert Continental vor allem Teile für Bremssysteme.

In der Branche gehe die Befürchtung um, andere Automobilkonzerne könnten dem Beispiel folgen, so beispielsweise General Motors.

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