Aventis Die Umworbene macht sich häßlich
Frankfurt am Main - Die Verhandlungen mit einem amerikanischen Finanzinvestor seien in vollem Gange, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise. Das Transaktionsvolumen könnte sich auf bis 1,5 Milliarden Euro belaufen. Der Straßburger Pharmakonzern wolle so sein Profil schärfen und sein Portfolio bereinigen.
Seit einigen Wochen liefen bereits Gespräche mit dem Finanzinvestor Blackstone. Der Verkauf habe ursprünglich mit dem feindlichen Übernahmeversuch durch Sanofi-Synthelabo nichts zu tun. Möglicherweise werde Aventis die Verhandlungen nun aber beschleunigen, um schneller Geld in die Kasse zu bekommen. Dadurch könnte Aventis für den Konkurrenten an Attraktivität verlieren, berichtet die Zeitung.
Dass Blackstone hingegen für den gesamten Aventis-Konzern als so genannter weißer Ritter auftreten könnte, gelte als äußerst unwahrscheinlich. In der vergangenen Woche hatte Sanofi ein Angebot über 47 Milliarden Euro für Aventis abgegeben. Der Vorstand von Aventis wies die Offerte bisher zurück.