Aventis: Vorentscheidung in der Abwehrschlacht - DER SPIEGEL
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Aventis Vorentscheidung in der Abwehrschlacht

Aventis-Großaktionär Kuwait Petroleum Corporation bereitet nach einem Medienbericht den Verkauf seines Aktienpakets vor. Für den Pharmakonzern Aventis könnte dies den entscheidenden Rückschlag in der Übernahmeschlacht gegen den französischen Konkurrenten Sanofi-Synthelabo bedeuten.
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Berlin/Frankfurt am Main - Aventis-Großaktionär Kuwait Petroleum Corporation (KPC) habe zwei Investmentbanken engagiert, meldet die Zeitung "Die Welt" in ihrer Freitagsausgabe. Die Schweizer UBS und die US-Bank Citigroup sollten KPC beraten und möglicherweise den Ausstieg bei Aventis vorbereiten.

Bereits in der kommenden Woche solle es erste Gespräche mit Sanofi-Chef Jean-Francois Dehecq geben. In Londoner Finanzkreisen sei der Auftrag an die Banken bestätigt worden, meldete die Zeitung weiter.

KPC, die dem Bericht zufolge der kuwaitischen Herrscherfamilie gehört, hält rund 13,7 Prozent am Straßburger Aventis-Konzern, der 1999 aus der Fusion von Hoechst und Rhone-Poulenc hervorgegangen ist. Die Beteiligung an Hoechst gehe auf das Jahr 1982 zurück.

Die Abwehrstrategie von Aventis könnte durch den Ausstieg der Kuwaitis nachhaltig erschüttert werden. Durch gezielte Verkäufe hatte sich der Vorstand von Aventis in den letzten Tagen gegen das feindliche Übernahmeangebot von Sanofi wappnen wollen. Das Transaktionsvolumen könnte sich auf bis 1,5 Milliarden Euro belaufen, hieß es in einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Seit einigen Wochen liefen bereits Gespräche mit dem Finanzinvestor Blackstone. Der Verkauf habe ursprünglich mit dem feindlichen Übernahmeversuch durch Sanofi-Synthelabo nichts zu tun. Möglicherweise werde Aventis die Verhandlungen nun aber beschleunigen, um schneller Geld in die Kasse zu bekommen. Dadurch könnte Aventis für den Konkurrenten an Attraktivität verlieren, berichtete die Zeitung.