BA-Verwaltungsrat: Hundt gibt Schröder einen Korb - DER SPIEGEL
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BA-Verwaltungsrat Hundt gibt Schröder einen Korb

Kanzler Schröder wollte die Verantwortung im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit auf starke Schultern legen: DGB-Chef Sommer und Arbeitgeberpräsident Hundt sollten die Behörde kontrollieren. Doch Hundt hat dafür keine Zeit.
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Berlin - Am Vormittag noch hatte der Regierungssprecher Bela Anda verkündet, die Personalfragen in der Bundesagentur für Arbeit seien nicht Sache des Bundeskanzlers. Doch hatte sich Schröder längst persönlich bemüht - und war gescheitert.

Bei einem Treffen im Kanzleramt hat er Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und DGB-Chef Michael Sommer am Montagabend gebeten, selbst in den Verwaltungsrat der Behörde einzutreten und dort die Kontrolle zu übernehmen. Sommer hat sich dazu unter bestimmten Bedingungen bereit erklärt, wie nach längeren Spekulationen über das Treffen ein DGB-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa am Mittwochabend bestätigte. Nach Informationen des "Handelsblatts" und der "Financial Times Deutschland" (FTD) hat Hundt aber abgelehnt.

DGB-Sprecher Hilmar Höhn sagte, Sommer sei zur Übernahme persönlicher Verantwortung bereit gewesen, wenn auch Hundt und der bei dem Gespräch ebenfalls anwesende Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) in den Verwaltungsrat eingezogen wären. Beide lehnten dies aber laut "FTD" mit Hinweis auf mangelnde Zeit ab. Sommer hatte es zudem zur Bedingung gemacht, dass seine Stellvertreterin Ursula Engelen-Kefer ihren Platz in dem Gremium behält, "weil der Verwaltungsapparat gute Arbeit geleistet hat und nicht verantwortlich ist für die tiefe Krise der Bundesagentur".