Baan: Briten retten SAP-Konkurrenten - DER SPIEGEL
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Baan Briten retten SAP-Konkurrenten

Die britische Technologie-Gruppe Invensys will den angeschlagenen niederländischen Softwarekonzern Baan übernehmen. Invensys wird knapp 1,5 Milliarden Mark für Baan bezahlen und hat bereits einen harten Sanierungskurs angekündigt.
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London - Nach der Übernahme würden voraussichtlich über tausend Stellen abgebaut werden, davon 100 bis 200 in den Niederlanden, erklärte Invensys. Niederländische Gewerkschafter hatten zuvor Proteste angedroht, wenn es zu Entlassungen bei Baan käme. In Deutschland verfügt Baan derzeit über etwa 340 Mitarbeiter. Hauptstandort ist Hannover mit rund 210 Beschäftigten. Baan teilte in Amsterdam mit, nach der Übernahme werde Invensys über 800 Millionen Mark in den Umbau des Softwarekonzerns stecken. Baan war 1978 gegründet worden und wuchs daraufhin mit spezieller Unternehmenssoftware zeitweise zu einem ernsthaften Konkurrenten des Walldorfer Softwareherstellers SAP heran. Seit sieben Quartalen fielen bei dem Anbieter jedoch Verluste an. Im ersten Quartal 2000 belief sich der Verlust auf 156 Millionen Mark. Im März hatte die Amsterdamer Börse Baan beinahe vom Handel ausgeschlossen, weil das Unternehmen zu wenig Kapital vorweisen konnte.

Der Technologiekonzern Invensys bietet Elektronikprodukte und Ingenieursdienstleistungen an. Das Unternehmen erwirtschaftete nach am Mittwoch vorgelegten Geschäftszahlen im vergangenen Jahr mit 207 Millionen Mark einen deutlich geringeren Vorsteuergewinn als noch ein Jahr zuvor.

Nach der Übernahme durch die britische Invensys sollen bei der niederländischen Softwareschmiede Baan tiefgreifende Reformen durchgeführt werden, um das Unternehmen in die Gewinnzone zurückzuführen. Dies erklärte Invensys-Chef Allen Yurko. Er sei sehr optimistisch, dass Baan innerhalb weniger Jahre schwarze Zahlen schreiben werde.