Baan: Der Abgrund wird größer - DER SPIEGEL
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Baan Der Abgrund wird größer

Der niederländische Software-Hersteller Baan musste nochmals höhere Verluste melden. Damit wird das endgültige Aus für den SAP-Konkurrenten immer wahrscheinlicher.
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New York - Baan hat im vergangenen Jahr einen höheren Verlust erwirtschaftet als zunächst ausgewiesen. Das insolvente Softwarehaus revidierte am Dienstag in New York seinen im Februar bekannt gegebenen Verlust von 289 auf 309,6 Millionen Dollar. Der Umsatz wurde von 635 auf 619 Millionen Dollar nach unten korrigiert.

Das zweite Quartal werde das Unternehmen mit einer negativen Eigenkapitalposition abschließen, teilte die Gesellschaft weiter mit. Das bedeutet, dass das Eigenkapital komplett von den Schulden aufgezehrt ist, was eigentlich die klassische Definition für einen Konkurs darstellt.

Baan werde deshalb von der Amsterdamer Börse auf eine "besondere Notierungsbedingung" gesetzt. Um als operativ tätiges Unternehmen weiter bestehen zu können, müssten die Geschäftsaktivitäten um mindestens die Hälfe reduziert werden, heißt es weiter.

Falls das Übernahmeangebot des britischen Automatisierungunternehmens Invensys keinen Erfolg habe, könne dies "materielle Auswirkungen" auf die Fähigkeit Baans haben, als operativ tätiges Unternehmen weiter zu existieren. Invensys hat 2,85 EUR je Baan-Aktie geboten und die Angebotsfrist bis zum 25. Juli verlängert. Invensys hat ihr Angebot davon abhängig gemacht, dass ihr 95 Prozent aller Aktien angedient werden. Nach eigenen Angaben hat das britische Unternehmen bisher 58 Prozent erhalten, doch mehrere Aktionäre wollen den Baan-Verkauf blockieren.