Bäckerei Kamps: Kooperation mit Barilla? - DER SPIEGEL
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Bäckerei Kamps Kooperation mit Barilla?

Der Düsseldorfer Großbäcker Kamps ist offenbar wieder einmal auf Brautschau. Zurzeit sollen Gespräche mit dem italienischen Pasta- und Backwarenproduzenten Barilla über eine Kooperation laufen.
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Düsseldorf - Unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet das "Handelsblatt", Kamps sei auf Partnersuche und spreche darüber mit Barilla. "Es sind Gespräche im Gange, welche Teile von Kamps zu Barilla passen könnten", schreibt das Blatt. Über eine Zusammenarbeit beim Vertrieb werde auch gesprochen. Italienische Zeitungen berichteten, dass Barilla einen Anteil von 15 Prozent an Kamps anstrebe, schreibt das Handelsblatt weiter.

Meldungen, wonach Barilla bereits in großem Stile an der Börse Aktien von Kamps kaufe, wies Kamps am Montag zurück: "Es liegt uns nichts Meldepflichtiges vor". Auch von Gesprächen über eine Kooperation wollte der Großbäcker nichts wissen. Man habe in der Vergangenheit, wie in der Branche üblich, Kontakt aufgenommen, erklärte Kamps. "Zurzeit gibt es aber nichts Akutes". Er und ein weiterer Privatinvestor hielten derzeit mit jeweils etwas über fünf Prozent die größten Aktienpakete.

Die Kamps AG, die seit ihrem Börsengang 1998 durch Zukäufe im In- und Ausland Europas größter Bäckereifilialist wurde, hatte Mitte Juli für 2001 eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Die jüngsten Planungen sehen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 90 Millionen Euro statt wie ursprünglich geplant von 130 Millionen Euro vor. Im Vorjahr hatte das Ebit 103 Millionen Euro betragen.

Nach der Senkung der Ergebniserwartung fielen die im Nebenwertesegment MDax notierten Aktien auf ein Jahrestief von 5,02 Euro. Im Januar wurden die Anteilsscheine noch mit 17,60 Euro gehandelt. Am Montag lagen die Aktien nach dem Dementi über Gespräche mit Barilla mit 7,55 Euro um 5,6 Prozent höher als zum Schlusskurs am Freitag.