Zwielichtige Kreditwerbung BaFin verbietet niederländische Phantombank
BaFin-Logo in Bonn
Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpaAuf ihrer Internetseite gibt sie sich als 2006 gegründete Bank aus. Sie bietet unter anderem Girokonten, Sparkonten und Kredite an. Doch ist die Firma, die sich SPS Bank nennt, überhaupt eine Bank?
Jedenfalls hat sie keine Zulassung für Kredit- und Kontogeschäfte in Deutschland. Aus diesem Grund hat die Finanzaufsicht BaFin ihr mit sofortiger Wirkung das "weitere Betreiben des Einlagengeschäfts sowie des Kreditgeschäfts" untersagt und die "unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte" angeordnet.
Laut BaFin war im Juni zwei Verbrauchern eine verdächtige Werbung der SPS Bank im Internet aufgefallen. Sie interessierten sich für einen Sofortkredit in Höhe von 5000 Euro, sollten aber vorab 450 Euro auf ein niederländisches Konto überweisen.
Daraufhin informierten sie die Verbraucherzentrale Sachsen. Bei der Überprüfung durch die BaFin kam heraus, dass die Firma keine Zulassung für Kredit- und Kontogeschäfte in Deutschland hat.
Die BaFin bemüht sich nach eigenen Angaben nun, die Internetseite abzuschalten. Der entsprechende Server stehe allerdings in den USA, was das Vorhaben erschwere. Außerdem werde daran gearbeitet, die Identität der Verantwortlichen zu klären. Bisher sei unklar, wer hinter der angeblichen Bank steckt.